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Lost Temple
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Im Dokumentarfilm "Lost Temple" hat der israelischen Regisseurs Serge Grankin meine Suche nach den Überresten des 2. jüdischen Tempels begleitet. Hier können Sie den Anfang sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=P3-DdDcQ08Q&feature=related
Warum sucht man nach einem Tempel? Der Tempelberg, an dem sich dieses Gebäude mutmasslich befand, ist ein Brennpunkt des jüdisch- palästinensischen Konflikts. Wer diesen Ort "besitzt" hat gewissermassen das Faustpfand der monotheistischen Religionen in der Hand. Hier enzündete ("externe Links")Abraham das Feuer um seinen Sohn zu Opfern, hier befand sich das Allerheiligste in dem die Bundeslade mit den Zehn Geboten verwahrt wurde. Eine erste Zerstörung des Tempels durch Nebukatnezar II. 70 Jahre später stand der 2. Tempel, der später prächtig durch Herodes erweitert wurde. Hier warf Jesus die Tische der Geldwechsler um. Im Jahre 70 n. Chr. wurde Josephus Flavius Augenzeuge der zweiten Zerstörung des Tempels durch ("externe Links") die Römer. Diese errichteten eine Tempelanlage über den Ruinen. Der Prophet Mohamed besuchte den Ort auf einer ("externe Links") nächtlichen Reise, so die islamische Tradition. Nicht nur wegen dem ("externe Links")Gründungsstein, heute unter dem Felsendom, das Zentrum des christlichen, ("externe Links")mittelalterlichen Weltbildes. Kreuzzügler strebten blutig oder auf dem ("externe Links")Verhandlungswege nach dem Königreich Jerusalem. Die Al-Aqsa Mosche, ein wichtiges islamische Heiligtum, befindet sich hier. Seit 1400 Jahren entfaltet sich hier islamische Religion und Kultur. ("externe Links")1967 war der Berg für 3 Tage von israelischen Soldaten besetzt. Sie gaben ihn zurück. Die Juden fühlen sich an der Klagemauer dem zerstörten Tempel nahe, ein nur etwa 50 Meter langer Abschnitt der westlichen Stützmauer des Areals.
Das Wissen über den genauen Standort des Tempels ist verblasst. Es wird viel behauptet, allein es fehlen archäologische Erkenntnisse. Es ist aus politischen Gründen nicht möglich auf dem Tempelberg zu graben. Die letzten Forscher, die umfassenden Zugang zum Untergrund erlangten, waren britische Ingenieure im 19. Jahrhundert. ("externe Links")Charles Wilson war einer von ihnen. Er interessierte sich für die Zisternen unter dem Areal. Sein Auftrag bestand darin, Jerusalem topografisch zu erfassen um auf dieser Grundlage die Wasserversorgung der Stadt zu verbessern. Der Ingenieur hat präzise Karten des Untergrundes angefertigt. Über den Untergrund des Areals sind nur Karten von aus dem 19. Jahrhundert vorhanden. Charles Wilson untersuchte die Topographie des Geländes und stieg in die vielen Zisternen und Wasserzuleitungen unter der Plattform. Diese vermaß und kartographierte er und machte sich ausführliche Notizen in seinem Tagebuch. Seine Aufzeichnungen sind bis heute die genauste Referenz, wenn es um den Untergrund dieses Ortes geht. Diese Dokumente und sein Tagebuch waren mein Ausgangsmaterial. Ich habe mich auf die Suche nach einer Antwort gemacht. Die Lage der alten Zisternen, deren Zu- und Ableitungen könnten einen Hinweis auf den Standort des Tempels geben.
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Die Suche
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Der mögliche, ehemalige Tempelstandort ergibt sich aus einer Zusammenführung verschiedenen Quellen und deren Interpretation. Es gibt verschiedene Ausführungen über die Ausmaße des Gebäudes, Ausrichtung, verwendete Materialen und zeremonielle Abläufe. Der Bau findet Erwähnungen an verschiedenen Stellen der ("externe Links") Bibel des ("externe Links")Koran (Sure 34,13) und der jüdischen Überlieferung ("externe Links")(Judah haNasi, 2. Jhrd.). Aber einen zeitgenössischen "Bauplan", eine Urkunde oder gar Abbildungen, sucht man vergeblich. Der Geschichtsschreiber ("externe Links")Josephus Flavius, ein Zeitzeuge der Zerstörung des herodianischen Tempels verfasste die einzige schriftliche, von der Bibel unabhängige ("externe Links") Beschreibung des sakralen Bauwerks.
Wasser spielte sowohl bei den religiösen Opferzeremonien als auch bei den rituellen Waschungen eine große Rolle. Wer das System der Zisternen richtig interpretiert, könnte daraus gewisse Rückschlüsse auf den Standort von Gebäuden ziehen. Verschiedene Theorien versuchen den Standpunkt des Tempels mit der Wasserversorgung in Einklang zu bringen. Die Gihon-Quelle, ausserhalb der Stadtmauern war und ist die einzige Quelle Jerusalems. Sie wurde durch einen in durch den Felsen gehauhenes Aquädukt ins innere der "Davidstadt" geleitet. Überlebenswichtig im Kriegsfall. Die "Davidstadt" lag weit unterhalb des Tempelareals, am Südhang des Berg Moriah. Die Gishon-Quelle kommt zur Versorgung des Tempels mit Wasser eher nicht in Frage.
Im Norden des Areals gab es Regenwasser Sammebecken und gigantische Zisternen - und dann wurde das Wasser zum salomonischen Tempel mit Aquädukten aus den Bergen bei Hebron herangeführt (ab ca. 950 v. Chr). Es wäre einerseits denkbar, dass das natürliche Gefälle genutzt wurde und sich dadurch ein "Endpunkt" finden ließe, der Wissenschaftlern zu Folde unterhalb des heutigen Felsendoms liegt. Andererseits verwendete die Erbauer des Aquädukt bereits in Abschnitten "Überdruckleitungen" , so dass das Wasser auch zu einem höheren Punkt auf dem Tempelberg geführt worden sein könnte. Ein Professor der Hebrew University ist überzeugt, dass eine Zisterne mit der Bezeichnung römisch V, in direktem Zusammenhang mit dem Altar des Tempels gestanden haben müsse...
Gibt es die alten Zisternen noch? Gibt es einen Zugang? Wenn sich der Tempel nicht an der Stelle des heutigen Felsendoms befand, wäre dann Platz für "Alle" auf dem Haram al Sharif?
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Charles Wilson
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Für Touristen und nicht- Muslime gibt es nur einen Zugang zum Tempelberg, über die Mughrabi- Brücke an der westlichen Mauer. Heute ein überdachter hölzener Steg, der eine ältere, vom Einsturz bedrohte Rampe vor einiger Zeit ersetzte. Nicht- Muslime dürfen auf dem Haram Al Sharif Areal nicht beten. Dies wird von den muslimischen Wächtern und israelischen Polizisten überwacht. Gläubige Juden kommen normalerweise nicht auf den Tempelberg, weil es nicht möglich ist die überlieferten Rituale einzuhalten. Es ist eine verbreitete Ansicht, dass der herodianische Tempel am heutigen Ort des Felsendoms gestanden habe müsse. Allerdings gab es keine archäologischen Ausgrabungen auf dem Areal selbst. Es wurden also nie Grundmauern freigelegt. Es gibt Forscher, wie Prof. Joseph Patrich, die den hergebrachten Standort in Frage stellen.
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